RTF 2009

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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 13 Sep 09 - 15:04

Wer hätte das gedacht? Ausgerechnet die Familien-RTF des HRC war eine der härtesten dieser Saison. Ursprünglich wollte ich gar nicht daran teilnehmen, aber mangels Alternative habe ich heute Morgen beim HRC-Clubhaus vorbeigeschaut, das bekanntlich in meiner Nähe liegt. Dort versammelten sich erstaunlich viele Hochkaräter. Aus unserem Verein waren allerdings nur Thommy und ich vertreten.

Bis zum fünfzigsten Kilometer tat sich nicht viel. Wir fuhren meist in Zweierreihe, und die Spitzengruppe bestand noch aus rund 60 Fahrern. Dann machte der RSC Wunstorf ernst. Im Nu war das Feld gesprengt. Zwölf Mann gehörten fortan zur Spitze, der Rest war abgehängt. Davon waren so starke Fahrer wie Martin aus Wunstorf und Carsten aus Lehrte betroffen. Thommy und ich hatten aufgepasst. Von nun an wurde in einem höllischen Tempo gekreiselt. Zur Spitzengruppe gehörten Cracks wie Serge Herz, Alexander Frey, Holger Evers, Frank Baum, Bernd Jäschke und Robert aus Nienburg.

Auf Höhe der Kolenfelder Müllhalde erwischte uns dann ein infernalischer Regenschauer. Dem Tempo tat das keinen Abbruch. Sich auf der Windkante bei Wasser von oben und unten zu behaupten, war jetzt die schwierige Aufgabe. Die lösten nicht alle. Unsere 12 Mann starke Spitzengruppe reduzierte sich peu à peu auf 7 Fahrer. Thommy und ich blieben bis zum Schluss vorn dabei. Angesichts des langsamen Anfangstempos war der Schnitt von knapp 36 km/h für die 120 km lange Tour noch ganz beachtlich. Keine Frage. Die RTF hat Spaß gemacht., trotz klitschnasser Klamotten. :D
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Re: RTF 2009

Beitragvon rischi » 13 Sep 09 - 18:00

Ich hatte mich erst später gemeinsam mit meinem Sohn entschlossen an dieser RTF teilzunehmen.

Das Wetter lockte mich zunächst nicht aus dem Bett. Erst vehementes Nachfragen meines Sohnes führte zu einem verspäteten Aufbruch.

Unser Schnitt spielte dabei keine Rolle.

Die Gemeinsamkeit war jedoch der Feuchtegrad der Klamotten.

Aufgrund des späten Starts haben wir leider niemanden mehr getroffen.

Man sieht sich am Dienstag!
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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 20 Sep 09 - 17:53

Lehrter lässt alten Mann verdursten

Dies hätte heute die Schlagzeile der Blöd-Zeitung sein können. Die Wahrheit sah natürlich anders aus. Dem fürsorglichen Rainer (RC 85 Lehrte) war aufgefallen, dass ich meine Trinkflasche vergessen hatte. Die ersten fünfzig Kilometer war das kein Problem, aber die ganze Tour ohne Flüssigkeitsnachschub hätte ich angesichts des Tempos und der Temperaturen nicht durchgehalten. Hilfsangebote bekam ich von allen Seiten. Erst von unserem Uwe R., dann von Rainer, später gab mir Holger seine zweite Flasche. Vielen Dank dafür. :D

Soviel zu meinem kleinen Missgeschick. Ansonsten lief alles prima. Eine große Meute machte sich kurz vor acht auf den Weg. Zunächst mit verhaltenem Tempo, so dass die Spitzengruppe in Goldbeck sogar noch aus rund 30 Mann bestand. Wir waren zu viert dabei: 2x Uwe, Holger und ich. Dirk ist vermutlich den Marathon gefahren. Nach Goldbeck ging es richtig zur Sache. Die Formation ähnelte fortan einer Perlenkette. So wunderte es nicht, dass unser Feld bald auf 16 Mann schrumpfte.

Uwe R. und Holger leisteten sich den Luxus, bei der vorletzten Kontrolle anzuhalten. Dadurch verpassten sie den Anschluss und mussten an der Weser auf die nächste Überfahrt mit der Fähre warten. Am Anstieg zur Paschenburg zerfiel unsere Spitzengruppe in drei Teile. Dem fürsorglichen Rainer gelang es, sich mit drei weiteren Fahrern vom Rest zu lösen. Ich konnte mich in dem achtköpfigen Verfolgerfeld halten. Uwe D., der bis dahin keine Schwächen zeigte, resignierte bereits am Fuße des Anstiegs. Eine lobende Erwähnung hat er sich allemal verdient. 8)

Am Schluss hatte ich 116,5 km auf dem Tacho. Der Schnitt lag bei 32,2 km/h. Der Veranstalter hatte für diese Runde 1.900 Höhenmeter angegeben. Mathias Bohn (Nienburg) sagte mir indessen kurz vor dem Ziel, dass sein Computer 1.600 hm anzeigt. Hart war’s trotzdem. Die Lauenauer behaupten ja, dass deren Weserbergland-RTF die schwerste und schönste in ganz Norddeutschland sei. Der Wettergott wollte da nicht nachstehen und präsentierte sich in bester Laune. Nur die Organisation muss noch verbessert werden. Das Abmelden dauerte unglaublich lange, obwohl 4 Damen aufgeregt herum wuselten. :?
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Re: RTF 2009

Beitragvon Rainer » 20 Sep 09 - 19:12

...Lehrter lässt alten Mann verdursten...

...na da habe ich ja noch mal glück gehabt... :wink:

Eigentlich hatte ich vor dem Start mit meinen Vereinkollegen Karsten und Jens vereinbart das wir heute fahren ohne schmerzen zu erleiden.

Beim Anstieg zur Schaumburg merkte ich allerdings das meine Übersetzung nicht wirklich Bergtauglich war und so blieb nur die Flucht nach vorne.
Oben angekommen hatte ich dennoch einige hundert Meter auf die ersten drei verloren.
Erst kurz vor dem nächsten Anstieg hatte ich aufgeschlossen und bin mit den drei starken Bergfahrern gemeinsam angekommen.
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Re: RTF 2009

Beitragvon Dirk » 20 Sep 09 - 21:01

Zweiter Gehrdener Radsportler bei Radmarathon verdurstet!

So könnte ebenfalls eine Schlagzeile in der Blöd-Zeitung lauten. Denn mir ist ein ganz ähnliches Mißgeschick wie Gerd passiert. Zwar hatte ich sorgfältig meine beiden Trinkflaschen präpariet, nur leider war ich vor dem Start zeitlich etwas unter Druck und hatte im Eifer des Gefechts vergessen, sie in die Halterung zu stecken. Erst bei Hattendorf bemerkte ich den Fauxpas, doch dort war es zu spät. Und da leider kein guter Bekannter unter den geschätzt rund 200 Marathon-Teilnehmern, die sich pünktlich zum Start einfanden, war, habe ich mir halt so beholfen, daß ich konsequent bei jeder Kontrolle anhielt und 1-2 Becher Trinkbares nachkippte. Die Folgen davon kann sich jeder erfahrene RTF-Fahrer ausmalen – fast zumindest. :wink:

Zumal wider Erwarten der sportliche Anspruch auch noch außergewöhnlich hoch war, sofern man vorne mitfahren wollte. Maßgeblichen Anteil daran hatte das Enfant terrible der hiesigen RTFs mit vielen Höhenmetern – Kai-50Kilo-Uwe, der sich in toller Form präsentierte. Dieser sorgte vom Start weg dafür, daß das Tempo stets enorm hoch blieb – zumindest, bis er sich (nach Höhrensagen) nach der dritten Kontrolle endgültig aus dem Staub machte. Da kaum jemand aus der etwa 25köpfigen Spitzengruppe an der ersten Kontrolle anhielt, war es nun bis zur vierten Kontrolle mein (selbstverschuldetes) Schicksal, erstmal hinterher zu fahren. :? Zum Glück fand ich dafür zwei recht starke Mitstreiter aus NRW (Herford und Melle). Auf unserem Ritt schlossen sich zwar immer mal wieder einige aus der Spitzengruppe gefallene Fahrer an, aber längerfristig folgen konnte keiner. Die langen Anstiege selektierten sie gnadenlos aus. Nach der dritten Kontrolle fiel auf der Abfahrt nach Bad Pyrmont dann leider der Mitstreiter aus Melle (übrigens ein Kumpel von Kai-Uwe – die beiden sind zusammen im Lieferwagen angereist) wegen eines Plattens aus. Trotzdem sollten unsere Bemühungen bei der vierten Kontrolle von Erfolg gekrönt sein. Bis auf drei Fahrer hatten wir tatsächlich die Reste der Spitzengruppe (inzwischen neunköpfig) eingeholt. 8)

So ging es gemeinsam zügig weiter bis zur Weserfähre – wenn man mal davon absieht, daß die vielen Höhenmeter allmählich ihren Tribut forderten. Doch wie sich herausstellte, waren die schwachen Kletterer recht gute Abfahrer, und so lief spätestens an der nächsten Kontrolle alles wieder zusammen. Hatte mein Mitstreiter aus Melle noch während der ersten zwei Drittel der Tour viel und tolle Führungsarbeit geleistet, begann er im letzten Drittel doch etwas zu schwächeln, konnte aber mit meiner Hilfe (die er sich redlich verdient hatte) zum Glück noch passabel mithalten.

Ich selbst hatte allerdings meine Kräfte etwas besser eingeteilt. Meine Stunde sollte am Anstieg zur Paschenburg schlagen. Etwa dreißig Radsportler (Marathonisti und Fahrer kürzerer Strecken) verließen mit mir die Weserfähre, und bis zum Anstieg blieben wir zusammen. Zwar spürte ich natürlich die Strapazen, die ich bereits intus hatte, doch trotzdem war ich mit Abstand der erste oben und wollte das Ding nun endlich zu Ende bringen – bin also direkt weitergefahren. Wie sich herausstellen sollte, war ich der vierte von den Marathonisti, der im Ziel ankam. Vor mir waren nur Kai-Uwe mit angeblich sagenhaften 20 Minuten Vorsprung (halt eine Klasse für sich, 8. beim Ötztaler 2009 :shock: ) und eine Zweiergruppe (eine Fähre früher).

Angesichts meines Start-Handicaps, der suboptimalen Kleidung (zu warm) und einem Durchschnitt von knapp 31 km/h bei dem beinharten Kurs bin ich mit dem Ergebis meiner Teilnahme hochzufrieden, aber momentan auch restlos ausgepowert. :D Mein Dank geht wieder an den SV Victoria Lauenau für die vorbildliche Organisation und besonders die leckeren Rosinenbrötchen, die alleine schon die Teilnahme wert sind. Mein Tacho (und nicht nur meiner) zeigte am Ende allerdings 223 Kilometer statt 210 an, und der Umstand, daß in den Duschen nur kaltes Wasser zu Verfügung stand, ist sicher noch verbesserungswürdig. Wie auch die Abmeldeprozedur (s.o.).

Bleibt die Hoffnung, daß ich nach dieser Strapaze bis nächsten Samstag wieder fit bin. :wink:
Alles eine Frage der Einstellung ;-)
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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 03 Okt 09 - 10:59

Anlässlich unseres heutigen Feiertags habe ich darauf verzichtet, mich in die Niederungen der Garbsener Herbst-RTF zu begeben. Als braver Deutscher erfreue ich mich an den Symbolen unserer Geschichte. Blauer Himmel über dem Brandenburger Tor ist allemal besser als Schmuddelwetter im Tiefland der Leine.
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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 04 Okt 09 - 13:30

Gefeiert wurde gestern. Heute wollte ich mir die letzte RTF dieses Jahres nicht entgehen lassen. Der gleichen Meinung waren meine Vereinskameraden: Björn, Jörg, Klaus und Thommy. Uwe D. hatte wohl den Namen Winter-RTF zu wörtlich genommen und seine Uhr bereits auf die Winterzeit umgestellt. Jedenfalls kam er just in dem Moment mit seinem Auto angebraust, als wir uns mit einer etwa 40-köpfigen Gruppe auf den Weg machten. Schade, denn bei seiner derzeitigen Form wäre es ihm bestimmt gelungen, sich in der Spitzengruppe zu halten. Die bildete sich nach rund 10 Kilometern, als das Feld auf der Windkante auseinandergerissen wurde. Lediglich 11 Fahrer konnten sich vorn halten. Wir fünf vom RC Gehrden gehörten dazu.

Der brutale Wind sorgte fortan für eine kraftzehrende Fahrt. Es wurde ständig gekreiselt. Von den starken Wunstorfern war diesmal nur Alexander vertreten. Hin und wieder initiierte er eine Tempoverschärfung. Kurz vor der Streckenteilung in Frielingen war ich der Leidtragende. Auf einem schmalen Wirtschaftsweg hing ich gerade hinten auf der Windkante, als vorn die Post abging. Ich musste abreißen lassen, wodurch meine Entscheidung erleichtert wurde, nur die 75 km lange Runde zu fahren. Dies taten auch Klaus und Thommy. Unser Schnitt lag am Ende bei genau 35,0 km/h. Mit der An- und Abfahrt kamen satte 100 km zusammen. Vielleicht erfahren wir noch, wie es Björn und Jörg auf der langen Schleife erging.

Grundsätzlich habe ich mich heute stark gefühlt. Leider war ich einmal in einer taktisch ungünstigen Lage. Womöglich lag es an einer Woche Nichtstun, dass mir im entscheidenden Moment der rechte Biss fehlte. Biss ist eine gute Überleitung zu Carla Bissi. Das ist der bürgerliche Name von Alice. Die älteren unter uns werden sich ihrer erinnern. Es handelt sich um eine italienische Sängerin, die in den achtziger Jahren erfolgreich war. Mittlerweile ist es ruhig um sie geworden. Im Jahre 1985 hatte sie einen Superhit, den ich gestern nach langer Zeit wieder zufällig im Radio hörte. „Prospettiva Nevski“ heißt er. Besungen wird die Prachtstraße in Sant-Petersburg. Damals hieß die Stadt noch Leningrad. Seitdem hat sich viel in der Welt geändert. Das meiste zum Positiven, was beweist, dass sich Optimismus auszahlt. Man muss sich ihn nur zu Eigen machen.

Dieses Lied von Alice ging mir heute trotz der Strapazen nicht aus dem Sinn. Damit auch eure Sinne für den Rest des Tages beflügelt werden, solltet ihr auf folgenden Link von YouTube klicken: http://www.youtube.com/watch?v=23ss2p4C3fw
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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 05 Okt 09 - 23:04

Unser Forum muss mal wieder geölt werden. Ich hoffe, dass Steven bald Zeit dafür hat. Jedenfalls klemmt es an einigen Stellen. Neuregistrierungen funktionieren wohl gar nicht, und auch Anmeldungen alter Mitglieder werden nicht einwandfrei angenommen. Deshalb hat mir Björn eine Email geschickt, um meinen Bericht von der Winter-RTF zu vervollständigen. Seinen Beitrag, auf den ich neugierig war, möchte ich hiermit für alle Liebhaber der exzessiven Fahrweise veröffentlichen:

Nach der Teilung ging es auf der langen Schleife so weiter wie vorher. Viel Wind, fast permanentes Kreiseln, da war ich bald total leergefahren und konnte nur noch im Windschatten mithalten. Nach der letzten Kontrolle hat der Fahrer aus Gütersloh in der Ortsdurchfahrt und der anschließenden Rückenwindstrecke das Tempo ordentlich angezogen. Ein Wunstorfer und ich sind dabei aus der Gruppe geflogen und die restlichen 20 km mit konstantem Druck zu Ende gefahren. Die erste Gruppe mit Jörg blieb zwar noch länger in Sichtdistanz, zog dabei allerdings unaufhaltsam davon.

Fazit: Ein 35,5er Schnitt und fast 114 km standen am Ende auf meinem Tacho (plus 60 km für Hin- und Rückweg). Insgesamt hat die Winter-RTF von mir die höchste Durchschnittsleistung (knapp 250 Watt über knapp 3 1/4 Stunden) von allen RTFs verlangt, bei denen ich dies Jahr mitgefahren bin. Zum Vergleich: Roter Fuchs waren in der ersten Gruppe 230 Watt im Durchschnitt, Marathon in Wunstorf 210 Watt in der zweiten Gruppe über allerdings die doppelte Dauer. Erholen konnte ich mich diesmal auch bei keiner Gelegenheit, und meine Fahrtechnik beim Kreiseln ist doch arg verbesserungsbedürftig (vielen Dank für die Tipps, Tommy). M. E. ist es eine gute Idee, das Kreiseln nächstes Frühjahr in unseren Trainings immer wieder einzubauen.

Jörg hat noch viel länger ganz vorne mitgehalten. Hut ab, wie er das bei seinem Gewicht und dem Wind hingekriegt hat!
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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 08 Okt 09 - 20:44

Auf meiner heutigen Rückfahrt von Sylt kam mir die Idee, die RTF-Saison poetisch aufzuarbeiten. Im Zug hat man nicht nur Muße zum Fabulieren, sondern auch die Hände frei, um das Gedankengut in den Laptop zu trichtern. Das folgende Gedicht habe ich in der Ich-Form geschrieben. Ähnlichkeiten mit sonstigen Pedalrittern aus dem Großraum Hannover sind indessen nicht auszuschließen. Vorsicht! Die Verse sind noch ganz warm. Dafür liegt der Fettgehalt bei Null! :mrgreen:

Sommermartyrium für Frohnaturen

Die Nacht war kurz, die Anfahrt auch,
Ich greif’ mir den Reserveschlauch
Und hefte mir erwartungsfroh
Die Nummer hinten aufs Trikot.

Sofort erhellt sich meine Miene
Beim Anblick meiner Rennmaschine.
Karbon, geformt im Windkanal,
Ist besser als der Krupp’sche Stahl.

Mein Freund, der Baum, er steht schon da,
Mit ihm die große Lehrter Schar,
Aus Wunstorf und von JWD
Bekannte Cracks, so weit ich seh’.

Verhalten geht es zunächst los,
Der runde Tritt klappt noch famos,
Doch plötzlich explodiert der Haufen,
Ich ducke mich, beginn’ zu schnaufen.

Es hülfet fortan kein Lamento,
Ich stelle mich dem Höllentempo.
Das Schicksal hat es so entschieden,
Ich beiß’ mich fest an den Boliden.

Im Ziel ist alle Pein verflogen,
Mein Ego sonnt sich, ungelogen,
Und heischet nach dem nächsten Treff,
’ner RTF, ’ner RTF!
Zuletzt geändert von Gerhard am 23 Okt 09 - 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: RTF 2009

Beitragvon Gerhard » 17 Okt 09 - 15:10

Meine Verse haben sich mittlerweile abgekühlt, deshalb kann ich die RTF-Saison 2009 jetzt prosaisch abschließen. 22 Mal war ich im Einsatz, dabei kamen 2.675 km zusammen:

18.04.2009 Celler Land, Celle, 121 km, 35,5 km/h
19.04.2009 Zwischen Hils und Külf, Hildesheim, 104,5 km, 36,0 km/h
26.04.2009 Steinhuder-Meer-RTF, Hannover, 118,0 km, 38,1 km/h
01.05.2009 Roter Fuchs, Giesen, 115 km, 35,6 km/h
02.05.2009 Über Deister und Süntel, Hemmingen, 120 km, 34,2 km/h
03.05.2009 Rund um Hemmingen und die Marienburg, Hemmingen, 121 km, 34,7 km/h
09.05.2009 Laatzener Frühjahrs RTF, Laatzen, 115 km, 37,4 km/h
17.05.2009 Durch das Calenberger Land, Weetzen, 115 km, 37,0 km/h
24.05.2009 Leine-Deister-RTF, Lohnde, 116 km, 36,5 km/h
31.05.2009 Rund um Lüneburg, Lüneburg, 151 km, 35,8 km/h
13.06.2009 Nord-Ost-Hannover-RTF, Altwarmbüchen, 114 km, 34,6 km/h
21.06.2009 Vom Fössefeld durch das Leinetal, Badenstedt, 104 km, 38,5 km/h
28.06.2009 Radmarathon, Wunstorf, 211 km, 34,1 km/h
05.07.2009 Osterwald-RTF, Arnum, 112 km, 37,3 km/h
26.07.2009 Minske Tour, Vlotho, 119 km, 32,8 km/h
02.08.2009 Nordharzer Bergtour, 128 km, 31,9 km/h
08.08.2009 Durch die Vogelpark-Region, Hünzingen, 152 km, 38,1 km/h
30.08.2009 Sieben-Berge-RTF, Sarstedt, 111 km, 36,1 km/h
06.09.2009 Rund-um-den-Ith, Pattensen, 116 km, 34,1 km/h
13.09.2009 Familien-RTF, Hannover, 120 km, 36,0 km/h
20.09.2009 Weserberglandtour, Lauenau, 116,5 km, 32,2 km/h
04.10.2009 Winter-RTF, Garbsen, 75 km, 35,0 km/h

Über die jeweiligen Emotionen haben Dirk und ich stets aktuell berichtet. Vielen Dank an die anderen Kommentatoren, die sich hin und wieder zu Wort gemeldet haben. In Schriftform gemeißelte Erinnerungen haben den Vorteil, dass sie jederzeit abrufbar sind und dabei nicht an Authentizität verlieren. Meine Punkte (69) spende ich wieder für wohltätige Zwecke. 8)
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